Kribbelkrabbelkratzelfüße
klettern zwischen Haselnüsse.
Schwibbelschwabbelnesselfallen -
sind die glibbrigsten von allen!
Knisterknasternagezähne
machen aus Holzstämmen Späne.
Sibberbibberzitterbeine
eilen achtfach über Steine.
Schlumpfmumpfschlotz, schon längst daheim,
gleiten sie auf eignem Schleim.
Schmatzbatzschlatz - gibt’s einen Fleck.
Kreischend fliegt sie oben weg.
Tipptapptrapp auf leisen Sohlen
huscht wer barfuß über Bohlen?
Du? Ganz ohne Strümpf und Schuh?
Klar! Nun rat den Rest im Nu!
.rätselgedicht/tiergedicht/rategedicht/tierrätselgedicht: die amelie '10
.bilder: wikimedia, collage: die amelie
Du suchst ein Gedicht zu einem bestimmten Thema? Dann klicke hier in der Wortwolke:
1001 Nacht
ABC
Abenteuer
advent
AlleinSein
Alphabet
AndersSein
Angstbesiegen
Animiertes
Anziehen
Backen
Bär
Basteleien
Begegnung
Bert
berühmteDichter
Bionicle Lego
Dazugehören
Drachen
Draußen
DuUndDieWelt
Elfen
Eltern
Eroberungen
Essen
Fantasie
Feen
Ferien
ferneLänder
Fest
Flohzirkus
Fremdes
FremdeWörter
Freundschaft
Garten
Gefahr
Gefühle
geschichte
Gespenster
Gewinnen
Glück
Glumpf
GroßundKlein
Grusel
GutundBöse
Heile-Machen
Helden
Herbst
Hexe
Hexerei
IchUndDu
Jahreszeiten
kämpfer
KampfundAction
Kindergarten
Kleidung
kleineMädchen
Kochen
könige
Krank-Sein
KunstundMalerei
Lieder
Mädchen
Märchen
Meer
Mensch und Tier
Missgeschick
Mundart
Mut
Namen
Natur
Naturstudien
NaturundKunst
Nixen
Orient
Pantum
Papiertheater
Phantastisches
Piraten
Prinzessin
Rätselraten
Riesen
Rosalind
Schabernack
Schauriges
Schlafen
SchönheitundKörperpflege
SciFi
SehenundStaunen
Selbermachen
Sinne
Spinat
Spinne
sprachgebastel
Stabreim
StarWars
Streit
Suchen und Finden
Theater; KunstundMalerei
Tiefsee
Tiere
Tiergeschichten
Ungeheuerliches
Verliebtsein
Villanelle
Vornamen
Wald
Wasserwesen
weihnachten
Wettkampf
Wild-Sein
Wind und Wetter
Winter
Wortspielereien
Zauberei
Zirkus
Zwerge
Sonntag, 28. März 2010
Freitag, 12. Februar 2010
Der Kalligraph im Schlaf?
In China sitzt ein Kalligraph.
Man meint, er wär in tiefem Schlaf.
Doch: nein! Er ist am Meditieren
um so den Pinselschwung zu spüren,
der ihm mit einem „Wisch!“ beschert
gar feinste Handschrift, unversehrt.
Da gibt’s zuvor kein Rumprobieren,
kein Vorschreiben. Auch kein Radieren!
Das Wort muss schon auf Anhieb sitzen
beim Pinsel-über-Seide-Flitzen.
Und darum sitzt der gute Mann
auch selbst und atmet - dann und wann.
Und grad als du schon denkst „Wie öd!“
hat er im Geiste wohl erspäht,
wie er die Schwünge führen muss,
denn – hast du nicht gesehn! - ist Schluss
mit qualvoll langem Türkensitz.
Es huscht übers Papier – potzblitz! -
der Pinsel und zieht Tuschespuren
zu makellosen Strichfiguren,
die stehen dann für „Langes Leben“,
für „Glück“ , „Gesundheit“ - sowas eben!
Was hier so scheinbar leicht passiert,
erweist sich, wenn man's ausprobiert
als große Kunst mit „Ganz viel Üben!“
So macht man das – im Osten drüben.
.china-gedicht/kunst-gedicht/asien-gedicht/schreib-gedicht: die amelie ´ 10
.kalligraphie: Detail einer Kopie von "Preface to the Poems Composed at the Orchid Pavilion" by Wang Xizhi, handscroll, ink on paper, Height 24.5cm, Palace Museum, Beijing, China, vor dem 13. Jahrhundert
Donnerstag, 4. Februar 2010
Die Welt macht Urlaub
Er klopft nicht an
und macht auch keine Schritte.
Ganz plötzlich – ungehört -
stehst du in seiner Mitte.
Fühlst dich gepackt in ihn,
ganz wie in Zuckerwatte -
so wie den Rest der Welt,
die nun ganz farbenmatte.
Als wär mit Kreidestaub sie hauchdünn überschüttet,
wird alles blass und bleich,
unscharf und weiß getönt.
Und wolkensanft umhüllt fühlst du dich leis behütet.
Alles liegt still und weich
und nicht ein Fahrzeug dröhnt.
Die Welt steht stille, fast!,
und muss mal langsam machen.
Macht Urlaub. Nebel find ich
eins von den schönsten Sachen!
.nebelgedicht: die amelie ´ 10
.bild: "Nebel", Caspar David Friedrich, 1807
Labels:
Draußen,
DuUndDieWelt,
NaturundKunst,
SehenundStaunen,
Wind und Wetter
Donnerstag, 17. Dezember 2009
KLEIN & groß
Stell dir vor, du wärst Gigant,
stiegst über den Erdenrand,
so als wär sie Murmel-klein
und du selbst im All allein.
Knipps die Sonne an und aus.
Pick dir Funkelsterne raus.
Lock den Mond aus dunklen Ecken,
sonst kann man ihn nicht entdecken!
Du, als Riese, gib gut Acht!
Setz die Tritte mit Bedacht,
sonst zerquetscht du noch zum Schluss
Welten leicht wie eine Nuss!
Viel steckt auch im Winzigkleinen,
auch wenn's anders dir mag scheinen!
.weltall-gedicht/riesen-gedicht/großundklein-gedicht: die amelie ´ 09
.bild und fotobearbeitung: die amelie ´ 09
Donnerstag, 10. Dezember 2009
Winta-Weihnåcht
(Weihnachts-Pantum in Mundart)
De Gsichta stroin im Lichtaglaunz,
drausd wüabön eiskristoine Flockn.
Vier Kerzln flackan aufm Kraunz,
daweu mia drent beinaundahockn.
Drausd wüabön eiskristoine Flockn
vur augrennt koide Butznscheibm,
daweu mia drent beinaundahockn,
daun liaba in da Stubm bleibm.
Vur augrennt koide Butznscheibm
heascht Winta - koid und tiaf! Waaßt eh!
Daun liaba in da Stubm bleibm,
beim Ofnfeia, woam und schee!
Heascht Winta - koid und tiaf! Waaßt eh! -
schlofd untam Schnee da gaunze Woid.
Beim Ofnfeia, woam und schee,
gfrei ma uns: es is Weihnåcht boid!
Schlofd untam Schnee da gaunze Woid,
vier Kerzln flackan aufm Kraunz -
gfrei ma uns: es is Weihnåcht boid!
De Gsichta stroin im Lichtaglaunz.
.mundartgedicht/weihnachtsgedicht/pantum: die amelie ´ 09
.bild: Adolph Tiedemand, 1846, "Weihnachtsbräuche in Norwegen"
Freitag, 27. November 2009
Unter Fischen
Schau, da kommen sie geschossen,
pfeilschnell durch das weite Meer!
Rudern eifrig mit den Flossen,
schwimmen dicht an dicht umher.
Ändern blitzgeschwind die Richtung
(auf Kommando? Doch von wem!?)
bei der kleinsten Feindessichtung -
Anführer sind nicht zu sehn.
Von der Flosse bis zum Kopf
gleicht ein Fischchen hier dem andern.
Drum ist keins ein eitler Tropf.
Sieh sie mit der Strömung wandern!
Doch – Moment! - hast du verglichen?
Sind sie wirklich alle gleich?
Einer hat sich eingeschlichen
mitten in des Schwarmes Reich!
Leuchtet fröhlich rot hervor,
ist nun nicht mehr so allein.
Singt gern mit im Blubber-Chor.
Will einer von vielen sein!

.fischgedicht/dazu-gehören-gedicht/freundschaftsgedicht: die amelie ´ 09
.druck: georg n. (6), sohn von "die amelie", ´ 09
pfeilschnell durch das weite Meer!
Rudern eifrig mit den Flossen,
schwimmen dicht an dicht umher.
Ändern blitzgeschwind die Richtung
(auf Kommando? Doch von wem!?)
bei der kleinsten Feindessichtung -
Anführer sind nicht zu sehn.
Von der Flosse bis zum Kopf
gleicht ein Fischchen hier dem andern.
Drum ist keins ein eitler Tropf.
Sieh sie mit der Strömung wandern!
Doch – Moment! - hast du verglichen?
Sind sie wirklich alle gleich?
Einer hat sich eingeschlichen
mitten in des Schwarmes Reich!
Leuchtet fröhlich rot hervor,
ist nun nicht mehr so allein.
Singt gern mit im Blubber-Chor.
Will einer von vielen sein!
.fischgedicht/dazu-gehören-gedicht/freundschaftsgedicht: die amelie ´ 09
.druck: georg n. (6), sohn von "die amelie", ´ 09
Mittwoch, 25. November 2009
Winter-Weihnacht
(ein Pantum)
Gesichter, froh im Lichterglanz!
Es wirbeln eiskristallne Flocken.
Vier Kerzen flackern auf dem Kranz,
derweil wir dicht beisammenhocken.
Es wirbeln eiskristallne Flocken
vor angelaufner Butzenscheibe,
derweil wir dicht beisammenhocken
in unsrer feinen, warmen Bleibe.
Vor angelaufner Butzenscheibe
herrscht Winter, eisig, seidigweiß.
In unsrer feinen, warmen Bleibe
wärmt Ofenfeuer, knackend heiß.
Herrscht Winter, eisig, seidigweiß,
schläft unter tiefem Schnee der Wald,
wärmt Ofenfeuer, knackend heiß,
ahnt man bereits: 's ist Weihnacht bald!
Schläft unter tiefem Schnee der Wald,
vier Kerzen flackern auf dem Kranz,
ahnt man bereits: 's ist Weihnacht bald.
Gesichter, froh im Lichterglanz!
.pantum/weihnachtsgedicht/adventgedicht und foto: die amelie ´ 09
Sonntag, 22. November 2009
Anne und das Holzschaf
(ein Weihnachtsgedicht)
Anne ist heut aufgeregt,
schlechte Laune weggefegt,
denn es ist wieder so weit:
Heilig Abend macht sich breit!
Fest in Omas Arm gehakt
geht es auf den Weihnachtsmarkt.
Dass es winters so früh dunkelt
freut sie sonst nicht. Doch heut funkelt
was nur kann im Kerzenlicht!
Weihnachtsleuchten im Gesicht
wandern sie von Stand zu Stand
und bestaunen allerhand.
Anne freut sich ganz besonders
auf die Krippen von Herrn Gonders:
aufgestellt, kaum ist's Advent!
Und ein jeder, der sie kennt,
hat es sich zur Pflicht gemacht
alle Jahr zur Heilgen Nacht
eines von Herrn Gonders Schafen
einem ganz besonders braven
Kind unter den Baum zu legen.
Dies als Weihnachtsbrauch zu pflegen.
„Sind zwar nur aus Holz geschnitzt“
sagt Herr Gonders gern verschmitzt,
„doch manchmal, wenn sie da stehen,
glaub ich selbst, ich könnte sehen,
wie sie mit den Ohren schlenkern,
mäh-hend mit den andern stänkern,
dass beim alten Opa Gonders
die Verpflegung nicht besonders.
Meine Schafe, musst du wissen,
grasen nicht auf grünen Wiesen
und nicht auf der Tischlerbank.
Darum würden sie auch krank,
kaufte sie nicht ganz geschwind
jemand für ein braves Kind!
Denn ein jedes meiner Lämmchen
lebt vom Schein der Kerzenflämmchen
und von hellem Kinderlachen,
wie's nur Freude kann entfachen.“
„Weiß ich doch! Ich hab schon eins.
Und sein Name ist Karl-Heinz!“
unterbricht ihn Anne stolz.
„Ist denn so ein Schaf aus Holz“
mischt sich Oma leise ein,
„nicht ganz fürchterlich allein?
Das da drüben, bitte sehr,
sieht die ganze Zeit schon her.“
„Ach. Sie meinen Anneliese,
da, ganz hinten auf der Wiese?
Stimmt. Sie hat hierhergesehen
seit Sie beide bei mir stehen.
Anne hat's ihr angetan.
Das sieht wohl ein jedermann.“
„Na, was denkst du, meint Karl-Heinz,
stell'n wir heuer noch so eins
zu der Krippe unterm Baum?
Anne, der wird aber schau'n!“
meint nun Oma, „das wird fein:
keiner muss dann einsam sein!“
Anne hört schon nicht mehr hin,
muss sich angestrengt bemüh'n,
nicht zu blinzeln, sie könnt schwör'n
dass gerade war zu hör'n
leises Blöken von der Wiese.
Dort, aus Richtung Anneliese!
„Packen Sie sie gar nicht ein.
Ich trag sie im Fäustling heim“
flüstert Anne. Oma lacht.
Und Herr Gonders reicht ganz sacht
Anne nun das kleine Schaf.
Mahnt es noch: „sei mir bloß brav!“
Oma zahlt, dann geht’s nach Haus.
Fröhlich seh'n sie alle aus:
Oma, Anneliese, Anne
und Karl-Heinz unter der Tanne!
.weihnachtsgedicht/krippengedicht/weihnachtslammgedicht/adventmarktgedicht: die amelie ´ 09
.ölgemälde: "Miss Frances Warren", Joseph Wright of Derby, 1763
Labels:
advent,
Fantasie,
Fest,
Freundschaft,
Mensch und Tier,
weihnachten
Mittwoch, 18. November 2009
Vergurktes Märchen-Gemurks
Ein Ritter reitet.
Der König schreitet.
Die Elfe schwebt.
Das Rehlein bebt.
So ist das halt -
jede Gestalt
im Märchenland
wird so erkannt.
Stell dir nur vor,
es wär verdreht!
Dann wüsst man nie,
worum es geht:
der Ritter bebt,
ein König schwebt,
das Rehlein reitet,
die Elfe schreitet.
So geht das nicht
und die Geschicht
wird ganz vermurkst,
wenn du's vergurkst!
Stell dir nur vor:
der König schwebt!
Mit einem Mal:
die Erde bebt,
weil er – pardauz -
zu Boden fällt,
auf seinen Platz
in Märchens Welt.
Sowas versetzt
zu Recht den Ritter
in ordentliches
Angstgezitter.
Womöglich gibt’s
dann guten Grund,
warum ein Rehlein
reitet und

worauf. Auch das
ist hier die Frage.
Die Elfe schreitet
ohne Plage
aus dem Gedicht.
Sie mag es nicht.
.murks-gedicht/märchen-gedicht: die amelie ´ 09
.illustration: John D. Batten, 1892
Der König schreitet.
Die Elfe schwebt.
Das Rehlein bebt.
So ist das halt -
jede Gestalt
im Märchenland
wird so erkannt.
Stell dir nur vor,
es wär verdreht!
Dann wüsst man nie,
worum es geht:
der Ritter bebt,
ein König schwebt,
das Rehlein reitet,
die Elfe schreitet.
So geht das nicht
und die Geschicht
wird ganz vermurkst,
wenn du's vergurkst!
Stell dir nur vor:
der König schwebt!
Mit einem Mal:
die Erde bebt,
weil er – pardauz -
zu Boden fällt,
auf seinen Platz
in Märchens Welt.
Sowas versetzt
zu Recht den Ritter
in ordentliches
Angstgezitter.
Womöglich gibt’s
dann guten Grund,
warum ein Rehlein
reitet und
worauf. Auch das
ist hier die Frage.
Die Elfe schreitet
ohne Plage
aus dem Gedicht.
Sie mag es nicht.
.murks-gedicht/märchen-gedicht: die amelie ´ 09
.illustration: John D. Batten, 1892
Dienstag, 17. November 2009
Der Lockruf der Wassernixe
(eine schaurige Villanelle ganz in der Tradition eines "Erlkönig" für etwas größere Kinder, die sich gern gruseln)

Zu mir herab, tauch, süßer Jüngling, bis zum düstren Grund.
Lass dich dabei nicht in den Algenwäldern fangen!
Ich warte wasserschwebend auf dich hier, gar Stund um Stund.
Seit ich dich sah, dürstet nach dir mein kühler Mund
und meine klammen Finger danach warmes Fleisch zu langen.
Zu mir herab, tauch, süßer Jüngling, bis zum düstren Grund!
Glaub mir, es liegt für dich bereit kostbarer Fund:
der Nixen Gold, von dem der Ahnen Lieder sangen!
Ich warte wasserschwebend auf dich hier, gar Stund um Stund.
Jahraus, jahrein bewacht' den Schatz ich tief in Weihers Schlund
für dich! Drum sollst nicht länger du noch bangen!
Zu mir herab, tauch, süßer Jüngling, bis zum düstren Grund!
So einsam, schwer und kalt ist meinem Herz, und wund!
Wie gern berührt' ich deine rosenroten Wangen!
Ich warte wasserschwebend auf dich hier, gar Stund um Stund.
Ich weiß: bald trifft mich leer dein Blick aus Augenrund,
verstummen all der Liebe Worte, die zuvor erklangen.
Zu mir herab, tauch, süßer Jüngling, bis zum düstren Grund.
Ich warte wasserschwebend dann mit dir, gar Stund um Stund.
.nixengedicht/gruselgedicht/schauriges gedicht: die amelie ´ 09
.foto: die amelie ´ 09
Zu mir herab, tauch, süßer Jüngling, bis zum düstren Grund.
Lass dich dabei nicht in den Algenwäldern fangen!
Ich warte wasserschwebend auf dich hier, gar Stund um Stund.
Seit ich dich sah, dürstet nach dir mein kühler Mund
und meine klammen Finger danach warmes Fleisch zu langen.
Zu mir herab, tauch, süßer Jüngling, bis zum düstren Grund!
Glaub mir, es liegt für dich bereit kostbarer Fund:
der Nixen Gold, von dem der Ahnen Lieder sangen!
Ich warte wasserschwebend auf dich hier, gar Stund um Stund.
Jahraus, jahrein bewacht' den Schatz ich tief in Weihers Schlund
für dich! Drum sollst nicht länger du noch bangen!
Zu mir herab, tauch, süßer Jüngling, bis zum düstren Grund!
So einsam, schwer und kalt ist meinem Herz, und wund!
Wie gern berührt' ich deine rosenroten Wangen!
Ich warte wasserschwebend auf dich hier, gar Stund um Stund.
Ich weiß: bald trifft mich leer dein Blick aus Augenrund,
verstummen all der Liebe Worte, die zuvor erklangen.
Zu mir herab, tauch, süßer Jüngling, bis zum düstren Grund.
Ich warte wasserschwebend dann mit dir, gar Stund um Stund.
.nixengedicht/gruselgedicht/schauriges gedicht: die amelie ´ 09
.foto: die amelie ´ 09
Dienstag, 10. November 2009
Monsterkeksbacktag (kein Gedicht für schwache Mägen)
Ritzeratze Zippelfrack,
heut ist Monsterkeksbacktag!
Kekse essen Monster gern,
doch nicht Zimt- und Mandelstern.
Viel zu hübsch sehn diese aus
für den Monstertellergraus.
Wahren Monster-Un-Genuss
gibt's nur OHNE Zuckerguss.
In den Teig gehör'n hinein:
Moorhuhnei und Algenschleim!
Anstatt Mehl und Orangeat
rührt man Staub und Waldschrattbart
mit dazu, bis alles cremig
oder glitschig-schleimig-sämig.
Lässt danach die Masse ruh'n
in ganz alten Morschholztruh'n
für ein Jahr oder auch zwei.
Dann hol man sie rasch herbei,
walze sie schön flach und platt,
klopf die Würmer darin glatt,
steche schöne Förmchen aus.
Käfer sehen da gut aus!
Oder nimm Kotzpfützenform,
die gefällt auch ganz enorm!
Ab ins Backrohr, wieder raus:
herrlich fahlgrün sieht das aus!
Nun noch liebevoll garniert
und mit allem dekoriert,
was da krabbelt, kreucht und fliegt.
Wenn's dann auf dem Teller liegt,
unser Monster-Kleingebäck,
krieg, du Menschlein, keinen Schreck!
.keks-gedicht/monster-gedicht/ekel-gedicht/back-gedicht: die amelie ´ 09
.monstergebäck-bild: http://www.holidash.com/halloween/crafts/diy-halloween
Labels:
Backen,
Essen,
Grusel,
Kochen,
Schabernack,
Ungeheuerliches
Sonntag, 8. November 2009
Eugen Eulerich
Eugen, alter Eulerich,
bist ganz schön großmäulerich!
Machst vor Olga Eulendame
für dich selbst eifrigst Reklame.
Plusterst, bläst und spielst dich auf,
fliegst zur Kirchturmuhr hinauf,
einen Looping obendrüber.
Eugen, bist du ganz hinüber?!
Olga findet Wagemut
nämlich überhaupt nicht gut.
Und sie hätt es dir gesagt,
hättest du sie nett gefragt
nach 'nem Eulen-Rendezvous
nachts mit Mondschein und Schuhuu
(Olga mags lieber romantisch
anstatt heldenhaft-gigantisch)!
Lass die Flattershow doch sein!
Sieh nur – sie sitzt ganz allein!
Eugen, hör: so wird das nix!
Schluss jetzt mit dem Rumgefliegs!
Lad sie doch zum Essen ein:
auf Feldmaus bei Glühwurmschein
und ein Schlückchen Wiesentau -
das mag jede Eulenfrau!
Prahl nicht, doch erzähl von dir.
Frag sie auch „wie geht es dir?“
und erkämpf mit Charme und Scherz
Olga Eulendames Herz!
.eulengedicht/erober-gedicht: die amelie ´ 09
.bild: "Zwei Eulen", Thomas Moran, 1837 - 1926
Samstag, 7. November 2009
Mamas und Bionicles
Die Amelie hat auch einen Sohn, der Bionicles ganz toll findet und einige selbst besitzt. Wie es ihr als Mutti damit geht, hat sie in einem Gedicht beschrieben. Vielleicht kommt dir das ja bekannt vor... (kicher):
Oh, Makuta, steh mir bei!
Roodaka und Sidorak,
Anführer der Visorak -
was, die kennst du? Das ist recht:
denn Bionicle ist echt
allerfeinstes Heldentum.
Da geht es um Macht und Ruhm,
um den Kampf von Gut und Böse
und um wahre Herzensgröße.
Ich, als Mama, hab's nicht leicht,
weil sehr vieles sich so gleicht:
da gibt es die Matoraner,
andre heißen Glatorianer
und Barraki gibt es auch.
Ach, ich steh oft auf dem Schlauch,
geht’s drum all die Kampfgestalten
auseinander mir zu halten.
Auch verwandeln sich die gleichen,
leben in verschiednen Reichen:
Metru oder Mahri Nui,
Mata, Voya? Uiuiui....
Toa Mahri und Inika -
wer bekämpfte die Pirika?
Was? Piraka heißt das? Puh!
Bitte, drück ein Auge zu.
Oder lieber doch gleich zwei.
Oh, Makuta, steh mir bei!
Und guckt mal, was die Amelie dazu auf youtube gefunden hat!
Einen Trickfilm wie diesen zu machen, ist ganz schön viel Arbeit!
Also ich find ihn toll! Brumm!
Viel Vergnügen!
Euer Bert
.bionicle-gedicht: die amelie ´ 09
Freitag, 6. November 2009
Fremd zu sein
Dinge, die der Mensch nicht kennt,
nennt er „fremd“.
Manches, was wir nicht verstehn,
wenn wir's sehn,
macht uns mulmig tief im Magen
und wir sagen:
Es ist doof!
Es ist blöd!
Es ist mies!
Doch das ist fies!
Und auch dumm!
Denn andersrum
ist's genauso. Oder nicht?
Denn das Fremde kennt UNS nicht!
Hat man's schon mit dir gemacht:
gar nicht lange nachgedacht,
gar nicht erst 'ne Chance gegeben?
„So ist das eben!“???
Findest du das denn ok?
Tut das innen drin nicht weh?
Ist's ein Mensch gar, so wie wir,
geht’s ihm ganz genau wie dir!
Seh'n wir's ein: „fremd“ zu sein
macht manchmal verdammt allein.
.einsamkeits-gedicht/fremd-sein-gedicht/angst-gedicht: die amelie ´ 09
.bilder: wiki-commons
nennt er „fremd“.
Manches, was wir nicht verstehn,
wenn wir's sehn,
macht uns mulmig tief im Magen
und wir sagen:
Es ist doof!
Es ist blöd!
Es ist mies!
Doch das ist fies!
Und auch dumm!
Denn andersrum
ist's genauso. Oder nicht?
Denn das Fremde kennt UNS nicht!
Hat man's schon mit dir gemacht:
gar nicht lange nachgedacht,
gar nicht erst 'ne Chance gegeben?
„So ist das eben!“???
Findest du das denn ok?
Tut das innen drin nicht weh?
Ist's ein Mensch gar, so wie wir,
geht’s ihm ganz genau wie dir!
Seh'n wir's ein: „fremd“ zu sein
macht manchmal verdammt allein.
.einsamkeits-gedicht/fremd-sein-gedicht/angst-gedicht: die amelie ´ 09
.bilder: wiki-commons
Labels:
AlleinSein,
AndersSein,
Begegnung,
Fremdes,
Freundschaft,
IchUndDu,
Mut
Dienstag, 3. November 2009
Tier-Namen-Geholper
Wie heißt ein Gorilla-
Mädchen? Logo: Tilla!
Wie heißt wohl ein Panda-
Mädel? Klaro: Wanda!
Wie heißt dann ein Falter-
Knabe? 'türlich: Walter!
Deshalb heißt ein Rochen-
Junge auch nur Jochen.
Und die kesse Wanze?
Tja, die heißt Konstanze.
Fast vergessen! - Jan
heißt der Wanzenmann.
Wär Klaus eine Mäusin,
hieße er dann Kläusin?
Wie heißt bloß -owei! -
Mama Papagei?
Warum das Gedicht
holpert?
Weiß ich nicht.
.holper-gedicht/unfug-gedicht/namen-gedicht: die amelie ´ 09
.öl-gemälde: "Wein und Konfekt, Maus und Papagei" von Georg Flegel (1566–1638)
Abonnieren
Posts (Atom)