Donnerstag, 27. Oktober 2011

Franz Weberknechts Beinah-Schikarriere

Am Beckenrand Franz Weberknecht
meint "Heut' wär mir Kleber recht!
Glitschig ist es ringsumher.
Wenn bloß rechts- und linksrum wär

Halt, an dem ich könnte kraxeln.
Recht geschieht mir: Haxen wachseln -
wie kam ich auf die Idee?
Mag ich doch gar keinen Schnee!

Sitz nun zwischen Spülschaum-Riffen.
Wenn doch nur die Beine griffen,
anstatt ständig abzugleiten!
Ach, wo sind sie hin, die Zeiten,

als Herr Heinz, bei dem ich wohne,
sich nicht scherte eine Bohne
um gespültes Essbesteck?
Mist! Ich komm hier nicht vom Fleck!

Ständig rutsch ich ab von Rändern.
Werd mein Schicksal nicht mehr ändern.
Und es ist zum Bein-Ausraufen:
ich muss elend hier ersaufen!"

Plötzlich - Kreischen, menschlich, nah.
Herrn Heinz' Freundin ist wohl da.
Hat Franz Weberknecht entdeckt
und dem Freund das gleich gesteckt.

Dieser hievt, dem Weib zuliebe,
Franz aus nassem Nudelsiebe.
Bringt ihn raus, bis vor die Tür.
Heut noch dankt ihm Franz dafür.




.weberknechtgedicht/geschirrspülgedicht/tiergedicht: die amelie ´11
.bildbearbeitung: die amelie ´11

Mittwoch, 28. September 2011

Herbstbastelei

Endlich ist's wieder so weit!                             
Herbst find ich 'ne tolle Zeit:
Blätter, farbenfroh und bunt,
Nüsse, glänzend, braun und rund,

Äste, Tannenzapfen, Wurzeln,
Beeren, die zu Boden purzeln.
Reich bepackt komm ich nach Haus,
pack dort meine Schätze aus.

Eichelfrüchte werden Köpfe,
deren Hütchen Teller, Näpfe,
Kappen für manch' Zwergenhaupt.
Watte hab ich auch geraubt

(aus dem Bad, für Rauschebärte).
Mama, die sich nicht beschwerte,
gab gleich Klebstoff mit dazu,
Kaffeebohnen für die Schuh.

Noch den Knotenbohrer - dann
fange ich zu basteln an.
Zahnstocher sind Arme, Beine
und aus Wolle flecht ich kleine,

braune Zöpfe, kleb sie dann
auf dem ersten Köpfchen an.
Mit der Schere, schnippeschnapp,
schneid ich allen Röckchen ab

vom Geschenkpapiere-Rest,
den man mir gern überlässt!
Schwarze Augen steck ich dran.
Seh zuletzt mein Werk mir an:

Mama und Kusine Jana,
die hat 'nen Papierpyjama.
Oma - ist doch sonnenklar! -
trägt ihr kurzes, weißes Haar.

Opa, den erkennt man auch:
am Kastanienkugelbauch!
Papa wirkt wie stets - apart -
mit Dreivierfünftagebart.

Eine Eichel kriegt vier Beine,
Streichholzschwanz und Nähgarn-Leine.
Kopf wird eine Haselnuss,
Hundeohrn drauf. Dann ist Schluss!

Mutti malt mit Nagellack
allen rote Bäckchen. Zack!
Seht, da stehn sie, meine Lieben.
Huch - wo bin denn ich geblieben?!




.text: herbst-gedicht/bastel-gedicht/herbstbastel-gedicht: die amelie `11
.bild: "Herbstzeitlose", Anna Lachmann, 1947. In: Mein buntes Jahr.

Montag, 2. Mai 2011

Das Puppenhäuschen


Sieh doch mal: ein Herrenhäuschen!
Was meinst du? Wer wohnt wohl hier?
Reiche Leute, Hund und Kinder?
Butler, Köchin - aus Papier?

Winzigklein sind Tür'n und Fenster,
Treppen Millimeter hoch,
fingernagelgroß die Pfannen
für den Zwergenküchenkoch.

Wie klein sind dann erst die Eier,
die man dort zum Backen braucht?
Und die Hühner, die sie legen -
sieht man die mit freiem Aug?

Stellst dir vor, 's wär dein Zuhause!
Selber wärst du nicht recht groß:
einen Zentimeter Zwanzig.
Nicht gerade ein Koloss.

Plötzlich - eine Hand von oben,
riesengroß, greift nach dem Dach!
Und es dröhnt wie Donnergrollen:
"Guck, das Häuschen! Niedlich! Ach!"

In dein Zimmer blickt ein Auge,
groß wie eine Straßenbahn.
Sieht sich Möbel, Türen, Wände
und auch dich genauer an.

Hoch empor wirst du gehoben.
Alles wackelt, zittert, schwankt.
Aber halt! Du selbst bist's, der sich
all das vorstellt. Gott sei Dank!







.puppenhaus-gedicht/riesen-zwergen-gedicht: die amelie `11
.fotos und puppenhaus: die amelie, nach einem bastelbogen aus dem "Illusteret Familie Journal", einer Zeitschrift mit Bastelbögen für die ganze Familie in den Jahren um 1920

Montag, 11. April 2011

Der Quastenflosser

Ein Flosser lebte einst in Qual:
er fand sein Leben öd und schal
tief drunten auf dem Meeresgrund
als lebender Fossilienfund.

So hatte er zwar Ruhm erworben,
da man ihn hielt für ausgestorben.
Doch änderte das nichts daran,
dass ihn oft Trübsal überkam,

da außer Flossen - und zwar satte
zehn - er nichts zu bieten hatte.
So fand er selbst - und dies nicht gut.
Er sehnte sich nach Übermut.

Und so beschloss er mit koketten
Modedetails sich aufzupeppen.
Denn passt es erst mal äußerlich,
stimmt der Esprit auch unterm Strich!

Doch wie setzt man sich recht in Szene?
Mit Bommeln, Halstuch, Löwenmähne?
Was passt bloß zu 'nem Flossentyp?
Wodurch wirkt der erst richtig hip?

Nach langem Testen und auch Fluchen
war endlich Ende mit dem Suchen:
nun trägt er einen Flossenquast,
der ihm wie angegossen passt!




.quastenflosser-gedicht/fossilien-gedicht/fisch-gedicht: die amelie ´11
.bild: Marjorie Courtenay Latimer (damals Leiterin des Meeresmuseums im südafrikanischen East London) mit dem ersten wiederentdeckten nicht-fossilen Quastenflosser von 1938, quelle: wiki visual

Dienstag, 5. April 2011

Bastlerglück

Bastelbögen sind was Feines!
Flink erbaut man als ganz Kleines,
was in Wirklichkeit sehr groß:
Turm, Theater, Märchenschloss.

Doch, wie es so ist im Leben:
was soll halten, muss man kleben!
Wie in diesem Fall als Meister,
fein, mit Tubenkleberkleister.

Doch das hat so seine Tücke:
dringt der Kleber durch 'ne Lücke
in dem Bastelbogenstück,
ist's vorbei mit Bastelglück!

Denn nun pappen alle Finger
statt der Pappebasteldinger.
Plötzlich hält Papier an Haut
und dem Bastelfachmann graut,

denn er weiß, was folgen muss:
Arbeit! Die, vom Sisyphus!
Fitzelt man die Schnipsel fort,
wechseln sie bloß ihren Ort:

wandern über Fingerspitzen,
über Fingernagelritzen
weiter zur gefurchten Stirn.
Und es raucht das Bastlerhirn.

Das jedoch, was halten soll,
geht einstweilen auf. Na, toll!
Im Versuch, dies zu beheben
und erneut korrekt zu kleben

greift man hastig hin. Und dann? -
fängt das Spiel von vorne an.
Was der Kleber soll, das tut er:
kleben! Aber wie, mein Guter!

Logo - längst schon überall.
Außer...na? Wo? Klarer Fall!







.bastel-gedicht/fitzel-gedicht/klebe-gedicht/bastelbogen-gedicht: die amelie `11
.bild: The Eiffel Tower, 1889 Universal Exposition in Paris, Imagerie d'Epinal print No.418

Samstag, 2. April 2011

Und nochmal Papiertheater....

Ich weiß, schon wiiiieeeder Papiertheater.... aber es ist halt soooo schön!!!

Sonntag, 20. März 2011

Flohzirkus, die zwote

Jahrmarktrummel ist famos.
Sensationen, riesig, groß!
"Groß" bringt's aber nicht allein.
Manch' Spektakel ist zwar klein,

schafft es dennoch zu entzücken
und den Seher zu beglücken.
So zum Beispiel jene Truppe
mit der kleinsten Zuckerpuppe,

die die Welt jemals gesehn!
Lola heißt sie. Und ist schön!
Hat zudem auch noch Niveau.
Das zumindest für 'nen Floh.

Auf der Bühne zeigt sie dann,
wie sie Salto springen kann.
Radelt mit dem Silberdraht-
Einrad auf dem Zwirnseil glatt!

Dreht zum Schluss noch Pirouetten.
Kann vor Beifall sich kaum retten.
Gut, dass Franco, der Dompteur,
zeigt, wo Lola ungefähr

im Moment zu sehen ist,
weil sie Millimeter misst.
Zwei, um ganz genau zu sein.
Für 'nen Floh ist das grad fein.

Zuseher können so ahnen,
wo gerad auf welchen Bahnen,
Lola ihre Runden dreht
oder - sich verbeugend - steht.

Dann - Applaus! - hüpft diese ab.
Macht die Bühne frei. Schwippschwapp!
Für drei starke Flohenkerle
mit einer Artistikperle.

Luigi, Diego und Paolo
springen Trio, Duo, Solo,
auch vom allerhöchsten Turm
- unter Trommelwirbelsturm!

Zieh'n mit ungeheurer Kraft
goldne Kutschen, fabelhaft!
Balancieren über Seile,
transportieren schwerste Teile

grad als wär'n sie leicht wie Luft.
"Sehen Sie nur" - Franco ruft -
"welche Eleganz und Kraft!
Ganz grandios, wie er das schafft,

unser kleiner Muskelmann!"
Und er hält die Lupe dran.
Durch das Glas sieht man Gewichte
- doch nichts von dem kleinen Wichte.

Dennoch - da bewegt sich was!
Na - vermutlich ist er das.
Stemmt die Hanteln rauf und runter.
Und im Zelt, da klatscht man munter.

Hat so was noch nie gesehn -
sagt man sich im Weitergehn.
(Eigentlich auch diesmal nicht.
Tja, vielleicht lag's ja am Licht....)





.floh-gedicht/zirkus-gedicht/flohzirkus-gedicht/artisten-gedicht: die amelie ´11
.bild: komposition und bearbeitung: die amelie `11

Donnerstag, 17. März 2011

Flohzirkus

Guckt mal, was ich gefunden habe! Ich MUSSTE euch das einfach zeigen! Brumm!


Euer Bert





Montag, 7. März 2011

Eine aalglatte Geschichte

Drunten, tief, im Abyssal
traf Franz Wal Bertram, den Aal,
welcher, folgend Aalens Drang,
sich um Muschelschalen schlang.

"Bertram, sag, was machst du hier?
Bist doch gar kein Tiefseetier!"
sprach Franz Wal den Aal glatt an.
Dieser trollte sich sodann.







.aal-gedicht/wal-gedicht/tiefsee-gedicht/meeres-gedicht: die amelie ´11
.bild: "verschiedene Wale", Lithografie um 1850

Sonntag, 6. März 2011

Rotkäppchen, mal anders

Ralf, der Wolf, schritt durch den Wald,
hoffte still "ach, fänd ich bald
einen feinen Leckerbissen
ohne auf die Jagd zu müssen!"

Sieh - da kreuzte - welch ein Glück -
Rotkäppchen des Wolfes Blick!
Sah zum Anbeißen heut aus.
Appetitlich! Ei der Daus!

Und im Korb das Mädchens gar
sah er Rotwein, wunderbar!
Kuchen auch noch - als Dessert!
Sowas freut den Wolf schon sehr!

Also schlich er sich leis an
an die knusprige Madame,
welche sich am Wegrand bückte
und manch Blümchen dabei pflückte.

"Holdes Fräulein, seid gegrüßt"
sprach der Wolf, ganz zuckersüß.
"Unterwegs heut so allein?
Ach, ist es im Wald nicht fein?

Hört, ich kenn' da einen Platz
wo im Handumdrehn, Ratz-Fatz!,
ihr den schönsten Blumenstrauß
pflücken könnt. Ein Augenschmaus!"

Bei dem Schmause-Wort, da rann
Sabber Wolf Ralfs Kinn entlang.
Rotkäppchen, recht aufgeweckt,
rief "erst spielen wir Versteck!

Halt den Korb und zähl bis dreißig.
Ich verberg mich derweil fleißig."
Sprach's und sprang vergnügt von hinnen.
Ralf, der Wolf, begann zu sinnen

"Eins, zwei, drei, was kommt danach?
Rechnen war noch nie mein Fach..."
Und so steht er heute noch.
Mit 'nem Korb, im Bauch ein Loch.






.rotkäppchen-gedicht/wolf-gedicht/wald-gedicht/märchen-gedicht: die amelie ´11
.bild: Rotkäppchen-Szene aus dem Schreiber Papiertheater, Foto: die amelie ´11

Donnerstag, 3. März 2011

Bühnenzauber



Warst du schon mal im Theater?
Das ist ein gar feiner Ort!
Oma, Opa, Mutter, Vater
-Kinder auch! - sind gerne dort!

Lassen sich vom Spiel verzaubern,
in Geschichtenwelt verweben.
Wolln mit Helden weinen, schaudern,
lachen, beben, Glück erleben.

Und so strömt das Publikum
Sitze-suchend in den Saal,
raschelt, murmelt, wird dann stumm.
Letzte husten schnell noch mal.

Da - die Lichter gehen aus.
Jemand dreht an Hebeln, Knöpfen.
Jeder blickt jetzt gradeaus,
man sieht's an den Hinterköpfen.

Die, die's nicht erwarten können,
recken ihre Hälse lang.
Doch man kann noch nichts erkennen
- und so mancher wartet bang,

bis der Vorhang endlich gleitet
und den Blick zur Bühne weitet:
Lichter an, dazu Musik!

Achtung: jetzt beginnt das Stück!











.theater-gedicht/bühnen-gedicht: die amelie `11
.bilder: 1.Bild. Neptun-Theatre von Pollock, London, zur Verfügung- und aufgestellt, sowie bearbeitet und fotografiert von Ulrich Chmel, Papiertheaterkünstler und -spieler, Wien,
2. und 3. bild: Papiertheater aus dem Verlag Schreiber in Esslingen, Proszenium mit Musikapelle: Bogen Nr. 300 (ab 1885), Kulissen und Hintergrund: „Bauernstube“, Anfang 20. Jh.

Landesmuseum Württemberg (Außenstelle
Museum für Volkskultur in Württemberg, Waldenbuch)
2.12, Inv. Nr. VK 1980/206 und VK 1980/614, Photo: Andreas Praefcke

Dienstag, 1. März 2011

Kennt Ihr schon Papiertheater?

Vor zweihundert Jahren, als es noch kein Fernsehen gab, hatten viele Familien ihr eigenes, kleines Papiertheater zu Hause und haben dort berühmte Märchen und Bühnenstücke gespielt, dazu musiziert und sich allerhand einfallen lassen, um Geräusche in den Geschichten möglichst spannend und echt klingen zu lassen. Ich stell mir das toll vor!

Guckt einfach mal in die Videos, die ich gefunden habe.

Viel Vergnügen, euer Bert!
Brumm!








Sonntag, 27. Februar 2011

Über Drachen

Viel wird über sie erzählt,
einiges falsch dargestellt.
Märchen seien drum vergessen
über Jungfraun, aufgefressen.

Niemals ist das so gewesen!
Drachen sind sensible Wesen!
Das "Weshalb" kannst du hier lesen:

Weil die Drachen Lügen hassen,
mehr als Tee in Untertassen,
sollte man das Schwindeln lassen!

Weil die Drachen jene mögen,
die behutsam Freundschaft pflegen,
kann ein Streit sie sehr erregen.

Weil die Drachen Frieden lieben,
sind sie auch nur dort geblieben,
wo wir uns im Gut-sein üben.

Weil die Drachen gerne lachen
über schöne, feine Sachen,
haben sie so große Rachen.

Jeder Zahn drin bringt vom Glück
einem guten Mensch ein Stück!




.drachen-gedicht/glücks-gedicht/märchen-gedicht: die amelie ´11
.drachen-bild: kinderzeichung: georg n., 7 jahre, (sohn von amelie)

Dienstag, 22. Februar 2011

Am Meer

Wellen schlagen gegen Land,
Zehen wühlen tief im Sand,
Muscheln treiben an den Strand,
die vor dir noch keiner fand.

Möwen laufen vor dir her.
Sand schleppst du, in Eimern schwer.
Baust aus Treibholz dir ein Wehr.
Schön ist's hier, am weiten Meer!






.meergedicht/strandgedicht/urlaubsgedicht: die amelie, ´11
foto: die amelie ´11

Montag, 31. Januar 2011

Eine schmutzige Piratengeschichte

Augenklappen, Holzgebein,
Totenschädel auf der Flagge.
Kautabak in jeder Backe -
müssen wohl Piraten sein!

Ungewaschen sind die Kleider,
ungewaschen Haar und Haut.
Auch die Zähne - wie mir graut! -
ungeputzt. Und löchrig - leider!

Näher kommen sie und näher!
Schon kann ich ihr Gröhlen hören.
Und - Moment! Ich könnte schwören:
aus dem Krähennest, der Späher

rief ganz laut (mit Mundgeruch)
"Käpt´n! Saub´res Schiff voraus!
Sieht mir ganz nach Schätzen aus!"
(dann folgt ein Piratenfluch).

Schwarze Ränder unter Nägeln,
dickes Schmalz in tauben Ohren.
Schweißgeruch aus allen Poren
hängt in windgebauschten Segeln!

Eine Bö trägt zu mir her
Ranzgeruch vom Käsefuß
schon als allerersten Gruß
- huah, da schüttelts mich doch sehr.

"Kommt nur" grins ich in mich rein.
"Wenn ihr wüsstet, welche Ware
ich hier durch die Gegend fahre,
würdet ihr euch nicht so freun..."

Seifen, Bürsten, Tücher, Schwämme
und Parfüm, frisch aus Aruba.
Dazu viele Badezuber
und für sprödes Haar noch Kämme.

Doch da entern die Piraten,
wild ihr Blick und wild ihr "Duft".
Und mit Knoblauchfahne ruft
wohl ihr Käpt´n: "Lasst euch raten,

keinen Widerstand zu leisten!
Eure Ladung ist nun mein.
Mann, wie kriegt ihr euch so rein?
Das frag ich mich grad am meisten..."

"Sag ich nur", antwort´ ich keck,
"wenn ihr Schiff und Leute schont.
Dafür werdet Ihr entlohnt
mit dem, was ich unter Deck

übers Meer hier mit mir führe.
Erst mal tut´s ein heißes Bad,
danach trimmen wir den Bart.
Anschließend gleich Maniküre!"

Und nach Stunden, ach nein, Wochen
segeln blitzeblank und rein
die Piraten wieder heim.
Ham´ noch nie so gut gerochen!





.piratengedicht/spaßgedicht/sauberkeits-gedicht/schmutz-gedicht: die amelie ´11
.bild: "Blackbeard in Rauch und Flammen", Frank E. Schonoover, 1922
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