Mittwoch, 16. November 2011

Erstes Weihnachtsahnen

Nebelschwaden, schwer beladen
mit des Winters Luftvorboten
liegen über stillem Wasser,
ziehen Schleier zwischen Booten.

Flattern erst, dann Silhouetten:
Enten landen, schnattern leise.
Wellen plätschern gegen Plätten,
Herbstlaub treibt zur letzten Reise.

Ausgeblendet hinterm Ufer:
Häuser, grau in grau und kahl.
Nebelhorn als Schiffes Rufer
tönt noch ferne vom Kanal.

Raureif überzieht die Gräser,
taucht das Schilf in Frostigweiß.
Dunst legt sich auf Fenstergläser
als der Wärme Siegbeweis.

Dunkelheit erobert träge,
dennoch unablässig Raum,
taucht in Finsternis die Wege
samt Gesträuch an deren Saum.

Becher wärmen klamme Hände,
randgefüllt mit heißem Punsch.
Offene Adventmarktstände
wecken ersten Weihnachtswunsch.

Vogelstimmen sind verklungen.
Nur in Schwärmen krächzen Raben.
Bald wird selbst im Haus gesungen,
liegen unterm Christbaum Gaben.





.weihnachts-gedicht/novembergedicht/nebelgedicht/wintergedicht: die amelie `11
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