Donnerstag, 27. Oktober 2011

Franz Weberknechts Beinah-Schikarriere

Am Beckenrand Franz Weberknecht
meint "Heut' wär mir Kleber recht!
Glitschig ist es ringsumher.
Wenn bloß rechts- und linksrum wär

Halt, an dem ich könnte kraxeln.
Recht geschieht mir: Haxen wachseln -
wie kam ich auf die Idee?
Mag ich doch gar keinen Schnee!

Sitz nun zwischen Spülschaum-Riffen.
Wenn doch nur die Beine griffen,
anstatt ständig abzugleiten!
Ach, wo sind sie hin, die Zeiten,

als Herr Heinz, bei dem ich wohne,
sich nicht scherte eine Bohne
um gespültes Essbesteck?
Mist! Ich komm hier nicht vom Fleck!

Ständig rutsch ich ab von Rändern.
Werd mein Schicksal nicht mehr ändern.
Und es ist zum Bein-Ausraufen:
ich muss elend hier ersaufen!"

Plötzlich - Kreischen, menschlich, nah.
Herrn Heinz' Freundin ist wohl da.
Hat Franz Weberknecht entdeckt
und dem Freund das gleich gesteckt.

Dieser hievt, dem Weib zuliebe,
Franz aus nassem Nudelsiebe.
Bringt ihn raus, bis vor die Tür.
Heut noch dankt ihm Franz dafür.




.weberknechtgedicht/geschirrspülgedicht/tiergedicht: die amelie ´11
.bildbearbeitung: die amelie ´11
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