Montag, 2. Mai 2011

Das Puppenhäuschen


Sieh doch mal: ein Herrenhäuschen!
Was meinst du? Wer wohnt wohl hier?
Reiche Leute, Hund und Kinder?
Butler, Köchin - aus Papier?

Winzigklein sind Tür'n und Fenster,
Treppen Millimeter hoch,
fingernagelgroß die Pfannen
für den Zwergenküchenkoch.

Wie klein sind dann erst die Eier,
die man dort zum Backen braucht?
Und die Hühner, die sie legen -
sieht man die mit freiem Aug?

Stellst dir vor, 's wär dein Zuhause!
Selber wärst du nicht recht groß:
einen Zentimeter Zwanzig.
Nicht gerade ein Koloss.

Plötzlich - eine Hand von oben,
riesengroß, greift nach dem Dach!
Und es dröhnt wie Donnergrollen:
"Guck, das Häuschen! Niedlich! Ach!"

In dein Zimmer blickt ein Auge,
groß wie eine Straßenbahn.
Sieht sich Möbel, Türen, Wände
und auch dich genauer an.

Hoch empor wirst du gehoben.
Alles wackelt, zittert, schwankt.
Aber halt! Du selbst bist's, der sich
all das vorstellt. Gott sei Dank!







.puppenhaus-gedicht/riesen-zwergen-gedicht: die amelie `11
.fotos und puppenhaus: die amelie, nach einem bastelbogen aus dem "Illusteret Familie Journal", einer Zeitschrift mit Bastelbögen für die ganze Familie in den Jahren um 1920
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