Donnerstag, 4. Februar 2010

Die Welt macht Urlaub




Er klopft nicht an
und macht auch keine Schritte.
Ganz plötzlich – ungehört -
stehst du in seiner Mitte.

Fühlst dich gepackt in ihn,
ganz wie in Zuckerwatte -
so wie den Rest der Welt,
die nun ganz farbenmatte.

Als wär mit Kreidestaub sie hauchdünn überschüttet,
wird alles blass und bleich,
unscharf und weiß getönt.

Und wolkensanft umhüllt fühlst du dich leis behütet.
Alles liegt still und weich
und nicht ein Fahrzeug dröhnt.

Die Welt steht stille, fast!,
und muss mal langsam machen.
Macht Urlaub. Nebel find ich
eins von den schönsten Sachen!



.nebelgedicht: die amelie ´ 10
.bild: "Nebel", Caspar David Friedrich, 1807
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