Donnerstag, 4. Februar 2010

Die Welt macht Urlaub




Er klopft nicht an
und macht auch keine Schritte.
Ganz plötzlich – ungehört -
stehst du in seiner Mitte.

Fühlst dich gepackt in ihn,
ganz wie in Zuckerwatte -
so wie den Rest der Welt,
die nun ganz farbenmatte.

Als wär mit Kreidestaub sie hauchdünn überschüttet,
wird alles blass und bleich,
unscharf und weiß getönt.

Und wolkensanft umhüllt fühlst du dich leis behütet.
Alles liegt still und weich
und nicht ein Fahrzeug dröhnt.

Die Welt steht stille, fast!,
und muss mal langsam machen.
Macht Urlaub. Nebel find ich
eins von den schönsten Sachen!



.nebelgedicht: die amelie ´ 10
.bild: "Nebel", Caspar David Friedrich, 1807

Kommentare:

  1. Wunderschöne Worte! Auch wenn ich kein bisschen Freude mehr beim Anblick von Schnee und Eis aufbringen kann! Dafür ärgert er mich beim Autofahren viel zu sehr...
    LG :-)

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  2. den wienern hier macht der schnee auch das autofahren mies, mi.

    und der nebel, den ich meinte, ist in wien auch dauergast. da wird man dann auch mal rasch trübsinnig und sollte flott in den wienerwald flüchten, dorthin, wo es etwas höher ist. dann erwischt man ab und zu ein fitzelchen sonne.

    doch an manchen tagen ist nebel einfach nur "wow" und "hach" und verzaubert die welt ganz unbeschreiblich. wischt das grau und die großstadt mit ihrer hektik einfach so weg und packt in watte und macht harte konturen weich.

    schön, dass das wow-gefühl angekommen ist.

    lieber gruß,

    die amelie

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