Tief drunten, dort im Abyssal,
da lauern viele Kreaturen.
Dorthin gelangt kein Lichterstrahl,
drum sieht man auch keine Konturen.
Doch manche Lebewesen dort,
die haben ganz spezielle Tricks:
bescheinen selbst sich diesen Ort
und machen eignes Licht wie Nix!
Mein Sohn kennt alle ihre Namen:
Qualle, Kalmar, Pelikan-Aal.
Weiß, dass sie aus den Tiefen kamen,
in die allein gelangt der Wal.
Wünscht sich, er könnte mit ihm gehn,
säh gern ihr Funkeln und ihr Leuchten,
würd freudig gruseln, könnt er sehn,
wie Opfer Fangzähnen entfleuchten.
Für dieses „Kunstlicht“ gibt’s ein Wort.
Na klar, mein Sohn, erst fünf, der kennts.
Für Mütterzungen glatter Mord,
sag's du: „Bi-o-lu-mi-nes-zenz“!
abbildungen: pottwal: Archibald Thorburn, vor 1935; riesen-kalmar: Carl Chun, 1910
meergedicht/tiefseegedicht von: die amelie ´ 09

Georg (, der den Schaukasten da oben gebastelt hat,) hat gemeint, ich soll euch noch sagen, dass der Pottwal als einziger Wal bis in die lichtlose Tiefsee, das sogenannte Abyssal, hinabtauchen kann. Der schafft 1143 Meter! Brumm! Das Wort "Abyssal" übrigens kommt von den alten Griechen und bedeutet: "bodenlos". Nichts für einen wasserscheuen Bären wie mich. Schüttel...
Dein Bert



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