Dienstag, 20. Oktober 2009

Die kurzsichtige Schlange Wanda


Wanda schlingt im Schlangensumpf
sich gewandt um einen Stumpf
einer großen Dattelpalme,
guckt von dort auf Schachtelhalme,

dass sie wohl etwas entdecke,
das sich tief im Schilf verstecke
und sich zum Verschlingen eigne.
Still! Es raschelt im Gezweige!

Da – ein Knacken, dort - ein Knistern!
Rundum leises Luftzugswispern.
Angestrengt guckt sie umher:
„Ich hör doch was! Ist denn da wer?!“

Hungrig schnellt vom Baum sie vor.
Lauschend spitzt sie Zung' wie Ohr.
Horch! Ihr Magen knurrt ganz laut.
Hat zu lang nichts mehr verdaut.

Wird sie endlich Beute machen?
Ewig schon stand leer ihr Rachen.
Doch auch heut wird’s nix mit Fressen -
hat die Brille sie vergessen!

Welch ein Glück! Da kommt schon Tjum,
öffnet das Terrarium.
Wanda, sieh nur! DIE Portion!
Schnapp! - Gepackt! Sie hat sie schon!



.schlangengedicht/tiergedicht von: die amelie ´ 09
.bild (detail): Eva Eisner, (10 Jahre)

Kommentare:

  1. Das ist ebenso lustig, wie bezaubernd und ich freue mich, dass ich heute nacht nochmal beim Bert "eingeschlichen" habe. Es erinnert mich an "unsere guten alten Zeiten" und ich freue mich riesig, dass wir diese Erinnerungen haben.

    Alles Liebe dir von
    deiner veredit

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    1. Danke, liebe Isabella!
      Ich denke auch oft und gern an diese beseelte und verbundene Zeit voller Wunder und Worte zurück! Danke für den lieben Besuch und die berührenden Worte!

      Alles Liebe auch dir!
      Claudia

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